Abfälle, Tonnen & Co.

In Bonn gibt es vier verschiedenen Tonnen für haushaltsübliche Abfälle. Die Abfuhrtermine können jederzeit online im Abfallplaner oder in unserer App eingesehen werden. Das Standardintervall für den Restabfall (Graue Tonne) ist die Abfuhr alle 14 Tage. Je nach Anzahl und Volumen der Tonnen gibt es hier aber auch kürzere Leerungsrhythmen. Die Grüne Tonne (Bioabfall) wird alle 14 Tage geleert und die Blaue Tonne (Altpapier) einmal im Monat, wobei wir der Wohnungswirtschaft für die Papiertonne auch individuelle, kostenpflichtige Abfuhrtermine anbieten können. Die gelbe Tonne wiederum wird einmal im Monat von der Firma Remondis geleert.

Alle Abfälle müssen am Abfuhrtag bis 6:30 Uhr morgens an die Straße zur Abholung bereitgestellt werden. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Fußgänger*innen und achten Sie darauf, dass sie den Gehweg ohne Beeinträchtigung nutzen können. Bitte achten Sie darauf, dass der Deckel Ihrer Abfalltonne immer geschlossen ist. Überfüllte Gefäße werden nicht abgefahren. Das gilt auch, wenn das maximale Gewicht der Abfallbehälter überschritten wird. Darum pressen Sie bitte den Abfall nicht in die Tonnen oder den Container. Sie können sonst nicht geleert werden. Angaben zu Gewicht und Volumen der Tonnen finden Sie in unserer Abfallsatzung.

In dem Faltblatt „Wohin mit dem Müll“ haben wir wichtige Informationen zur Entsorgung für Sie zusammengefasst.

  • Das Faltblatt ist als barrierefreie Web-Version auch in Ukrainisch verfügbar.
  • Weitere Sprachen (Englisch, Arabisch, Türkisch, Russisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch) können als gedruckte Version beim Kundenservice angefordert werden.

Tonnenübersicht

Die Grüne Tonne (auch Biotonne genannt), für die in Bonn keine zusätzlichen Gebühren anfallen, ist für pflanzliche und unbehandelte (Speise-) Reste aus der Küche und Abfälle in kleinen Mengen aus dem Garten (zum Beispiel verwelkte Blumen oder Unkraut).

Wir von bonnorange unterstützen Gartenbesitzer*innen, die selbst kompostieren wollen, durch eigens geschulte Kompostberater*innen. Diese besuchen Sie als Gartenbesitzer*in und informieren Sie über die Kompostierung. Zum Start erhalten Sie ein Vorsortiergefäß sowie eine Kompostfibel ausgehändigt. Das Angebot ist ein kostenloser Service. Fordern Sie Ihre Beratung bei unserem Kundenservice unter 0228 - 555 27 20 oder per an.

Was gehört in die Biotonne?

Was gehört nicht in die Biotonne?

✓ Putzreste von Obst und Gemüse wie Kartoffel- und Apfelschalen, Salatblätter, Apfelkitsche, Eierschalen, Kaffeesatz, Teebeutel,

✓ Gartenabfälle: verwelkte Blumen, Strauchschnitt in kleinen Mengen, Laub, Unkraut, Zweige.

✕ Abfälle tierischer Herkunft wie Fleisch, Wurst, Knochen, Käse,

✕ zubereitete und gesalzene Speisereste wie Brot, Kartoffelsalat, gekochtes Gemüse, Eintöpfe,

✕ Flüssigkeiten,

✕ Kompostierbare Folienbeutel (z.B. aus Kartoffel-, oder Maisstärke hergestellt) und Produkte aus biologisch abbaubaren Kunststoffen. Optisch können diese nicht von Plastiktüten unterschieden werden und werden als sogenannte "Fehlwürfe" wahrgenommen.

✕ Beschichtete Papiere und Hochglanzpapier,

✕ Kehricht und Staubsaugerbeutel,

✕ Katzen- und Hundeexkremente,

✕ Katzenstreu bzw. Einstreu von fleischfressenden Tieren,

✕ Baumschnitt, Rasensoden (abgetragene Rasennarbe, da die Biotonne zu schwer wird und schnell kaputt geht, Entsorgung über die mobilen und stationären Grüncontainer oder als Kofferraumladung an die Wertstoffhöfen)

✕ Erdreich (großes Gewicht lässt Biotonnen schneller kaputt gehen, Entsorgung: größere Mengen über eine Fachfirma).

Zu beachten gilt:

  • Die 120 Liter fassende Biotonne steht für Privathaushalte in allen Stadtteilen zur Verfügung. In Großwohnanlagen ist die Aufstellung von 660- oder 1.100-Liter-Behältern möglich.
  • Mit Bioabfall gefüllte Säcke, Kartons und andere Behälter sowie Gartenabfälle aller Art, die bei der Abfuhr neben der Biotonne stehen, werden nicht mitgenommen.
  • Besonders feuchter Bioabfall sollte in Zeitungspapier oder Papierküchentücher eingewickelt werden.

Zusätzliche Information:

  • Vor mehr als 20 Jahren hat die Bundesstadt Bonn als einer der ersten Städte bundesweit die separate Bioabfallsammlung eingeführt. Dadurch wurde ein Großteil organischer Abfälle aus der Restabfalltonne geholt und über die Biotonne oder zum Teil durch Eigenkompostierung wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Die Getrenntsammlung ist die Grundlage dafür, Ressourcen zu schonen und nachhaltig die Umwelt zu schützen. Daher ist es in der Konsequenz stringent, dass als weiterer Schritt zwischen organischen Küchen- und Gartenabfällen unterschieden wird. Denn Gartenabfälle und Laub können über andere Entsorgungswege noch effizienter wiederverwertet werden.

Tipps zur Nutzung im Winter:

  • Im Winter friert der Inhalt der Biotonnen bei Minustemperaturen aufgrund des hohen Wassergehaltes der Abfälle selbst bei kurzer Standzeit ein. Der Kunststoff der Biotonnen wird bei Frost spröde, sodass heftiges Anschlagen an der Schüttung des Müllfahrzeugs leichter zur Beschädigung der Tonnen führen könnte. Daher können angefrorene Reste in den Biotonnen zurückbleiben, die leider nicht nachträglich eingesammelt werden können.
  • Stellen Sie die Biotonne nach Möglichkeit frostsicher unter. Wickeln Sie den Biomüll in Zeitungspapier oder Küchenkrepp ein. Das hilft gegen das Festfrieren an den Tonnenwänden. Legen Sie den Tonnenboden mit zerkleinerten, dünnen Zweigen oder Zeitungspapier aus. Das hilft gegen das Festfrieren am Tonnenboden. Beim Befüllen der Biotonne immer wieder Zwischenschichten aus Zeitungspapier oder Eierkartons aus Pappe einlegen. Bitte generell keine beschichteten Papiere und Hochglanzpapier verwenden.
  • Lassen Sie feuchte Abfälle antrocknen, denn nur nasse Abfälle frieren fest. Es kann auch versucht werden, den Tonneninhalt vorsichtig mit einem langen Stab zu lockern und vom Tonnenrand zu lösen.
  • Stellen Sie bei anhaltend starkem Frost den in Zeitungspapier eingeschlagenen Biomüll für zirka ein bis zwei Stunden ins Freie. So friert der Biomüll ein, bevor er in die Tonne kommt und friert nicht in der Tonne fest. Grünabfälle bitte bei den Sammelstellen abgeben.
  • Ein Patentrezept zur Vermeidung von angefrorenem Bioabfall gibt es nicht, doch mit diesen Tipps haben wir eine gute Chance, die Biotonnen auch bei Frost zu leeren. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Biotonnen nach dem Auftauen aus Zeitgründen nicht nachträglich eingesammelt werden können. Auch zusätzliche Mengen, die für die Abfuhr beigestellt werden, können nicht entsorgt werden.

Tipps zur Nutzung im Sommer:

  • Achten Sie auf eine richtige Befüllung. Halten Sie den Tonnendeckel stets geschlossen, damit möglichst wenig Insekten ihre Eier in der Tonne ablegen und die Gerüche nicht nach außen dringen können. Lassen Sie die Biotonne nicht in der prallen Sonne stehen. In den warmen Sommermonaten hilft das Einwickeln der feuchten Bioabfälle in Zeitungspapier oder die Eingabe von Gartenkalk gegen Geruchsbelästigung. Reinigen Sie die Biotonne bei Bedarf zum Beispiel mit dem Gartenschlauch oder beauftragen Sie eine Fachfirma mit der Reinigung.


In dem Faltblatt "Bioabfall und Kompostierung“ haben wir wichtige Informationen zum Thema für Sie zusammengefasst.

Die Graue Tonne (auch Restabfalltonne genannt) ist für die sogenannten Restabfälle bestimmt. Die Tonne wird von den Mitarbeiter*innen der Abfallwirtschaft geleert und zur Müllverwertungsanlage gebracht. Dort werden Abfälle, die nicht mehr für das Recycling geeignet sind, energetisch verwertet. Wie die nachhaltige und umweltfreundliche Form der Verwertung im Detail funktioniert, erfahren Sie unter www.swb-verwertung.de.

Was gehört in die Restabfalltonne?

Was gehört nicht in die Restabfalltonne?

✓ Hygieneartikel, wie Windeln, Binden, Inkontinenzvorlagen etc.,

✓ Zigarettenkippen,

✓ verschmutzte Verpackungen (z. B. Pizzakartons, Tiefkühlverpackungen etc.),

✓ verschmutzte Servietten und Papiertaschentücher,

✓ Hygienepapier (Papierhandtücher),

✓ Kassenzettel/ Kassenbons,

✓ Staubsaugerbeutel,

✓ Asche (erkaltet),

✓ Kehricht,

✓ Glühbirnen und Halogenglühlampen,

✓ zerbrochenes Geschirr,

✓ Büroartikel aus Kunststoff (Stifte, Kugelschreiber, Füller, Schreibtischunterlagen, etc.),

✓ Blumenkübel, Blumenkästen, Blumentöpfe aus Kunststoff oder Steinzeug (bei entsprechenden Mengen als Pkw-Kofferraumladung gegen Gebühr zu den Wertstoffhöfen)

✓ Reste von Nahrungsmitteln, die kein Bioabfall sind, aus privaten Haushalten oder Teeküchen.

✕ Verwertbare Abfälle, wie Papier, Kartonage, restentleerte Verpackungen, Bioabfälle.            

 

Zusätzliche Information:

  • Beistellsäcke:
    Für die Entsorgung gelegentlich anfallender zusätzlicher Restabfallmengen bietet bonnorange Beistellsäcke an, die über den Handel erhältlich sind.

Die Blaue Tonne (auch Papiertonne genannt) ist für Altpapier bestimmt und wird in Bonn ohne zusätzliche Gebühren angeboten. Durch die Produktion von Papier aus Altpapier verringern sich der Frischwasserverbrauch, die Abwasserbelastung und der Energiebedarf. Sowohl Umweltschutzpapier als auch Recyclingpapier bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier.

Was gehört in die Papiertonne?

Was gehört nicht in die Papiertonne?

✓ Verpackungen aus Papier und Pappe (z. B. Faltschachteln), Kartons,

✓ Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte, Kataloge, Schreib-, Kopier-, Computerpapier,

✓ Bücher (feste Einbände bitte entfernen).

✕ Milch- und Safttüten (Gelbe Tonne/Gelber Sack),

✕ Hygieneabfälle, Windeln (Restabfall),

✕ Tapeten (Restabfall, wird als Pkw-Kofferraumladung gegen Gebühr an den Wertstoffhöfen angenommen),

✕ Kohle- und Pauspapier (Restabfall),

✕ beschichtetes Faxpapier (Restabfall),

✕ Kassenbons (bestehen oft aus Thermopapier, das mit Bisphenol A beschichtet ist, daher zum Restabfall),

✕ verschmutztes Papier (z. B. Partyteller: Restabfall),

✕ Aktenordner (Restabfall),

✕ Pappreste von Feuerwerkskörpern.

Zu beachten gilt:

  • Altpapier gehört, auch wenn es den Grünen Punkt trägt, nicht in die Gelbe Tonne.

Zusätzliche Information:

Fällt mehr Papier oder Pappe als gewöhnlich an, besteht die Möglichkeit die im öffentlichen Straßenraum aufgestellten blauen Container zu nutzen. Ihre Standorte wurden in den Bonner Stadtplan eingebunden und sind nur für die Abgabe von haushaltsüblichen Mengen vorgesehen. In Ausnahmefällen können Sie Ihr Altpapier am Abfuhrtag der Blauen Tonne gebündelt, in Kartons oder Papiersäcke (nicht in Plastiktüten) gefüllt bis spätestens 6:30 Uhr am Straßenrand dazustellen. Die maximale Kantenlänge der Kartons liegt bei einem Meter und das zulässige Höchstgewicht pro Karton/Papiersack bei 15 Kilogramm gemäß der Hebe- und Trageverordnung.

Die kostenfreien Altpapiercontainer für haushaltsübliche Mengen Altpapier und Kartonagen können ebenfalls auf den Wertstoffhöfen genutzt werden.

In die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack gehören Verkaufsverpackungen aus Leichtstoffen. Diese werden im Auftrag der BellandVision GmbH durch eine Privatfirma eingesammelt. Gelbe Tonnen (240 Liter) und Gelbe Großbehälter (1.100 Liter) müssen vom Hauseigentümer oder Bevollmächtigten schriftlich bestellt werden. Gelbe Säcke können auch von Mietern bestellt oder selber abgeholt werden bei:

Firma REMONDIS GmbH & Co. KG, Am Dickobskreuz 11a, 53121 Bonn,
Telefon: 02 28 - 7 66 67 77, Fax: 02 28 - 7 66 66 95.
Online-Formular zur Bestellung: www.gelbe-tonne-bonn.de

Die Ausgabe der Gelben Säcke erfolgt an der Waage der Firma REMONDIS GmbH & Co. KG, Am Dickobskreuz 11 a, 53121 Bonn. Der Parkplatz befindet sich links hinter der Einfahrt, die Waage finden Sie auf der rechten Seite. 

Was gehört in die Gelbe Tonne?

Was gehört nicht in die Gelbe Tonne?

✓ gebrauchte, restentleerte Verpackungen aus Leichtstoffen wie zum Beispiel Verpackungen aus Styropor, Kunststoff, Aluminium, Weißblech (z. B. Konserven- und Getränkedosen),

✓ Verbundstoff/ Getränkekartons (Materialgemische aus Papier, Kunststoff und Aluminium), Getränkekartons (z. B. für Milch, Saft etc.),

✓ Milchbeutel aus Kunststoff,

✓ Aluminiumschalen von Fertiggerichten,

✓ Joghurtbecher und -deckel,

✓ Kunststoffflaschen (von Spül-, Wasch- und Körperpflegemitteln etc.),

✓ Alufolie (z. B. von Schokoladentafeln),

✓ Einkaufstüten aus Kunststoff,

✓ Vakuumverpackungen (von Kaffee etc.),

✓ Verschlüsse,

✓ Styroporverpackungen (z.B. von Elektrogeräten).

✕ Altkleider,

✕ Verpackungen aus Glas (gehört in die Altglascontainer),

✕ Blechgeschirr,

✕ Feuerzeuge,

✕ Filme (Restabfall),

✕ Videokassetten und Disketten (Restabfall),

✕ CDs (gehören in die Rote Tonne),

✕ Klarsichthüllen (Restabfall),

✕ Zahnbürsten (nicht elektrisch: Restabfall),

✕ Papier (Papiertonne oder -container),

✕ Windeln, Monatsbinden und andere Hygieneartikel (Restabfall),

✕ Gegenstände aus Kunststoff, Metall oder anderen Materialien, die keine Verpackungen sind (wie Spielzeuge, Haushaltsgegenstände, Schüsseln, Styropor-Deckenplatten (Restabfall),

✕ Verpackungen mit schadstoffhaltigen Anhaftungen (z.B. Spray - oder Lackdosen als Schadstoffe zu den Wertstoffhöfen,

✕ Elektrokleingeräte (gehören in die Rote Tonnen).

Zu beachten gilt:

  • Achten Sie auf die korrekte Befüllung Ihrer Behälter (Tonnen, Großbehälter, Säcke). Gelbe Behälter, die falsch befüllt wurden, werden von der Firma Remondis nicht abgefahren.
  • Haben Sie Probleme mit der Abfuhr? Wenden Sie sich bitte direkt an die Firma: REMONDIS GmbH & Co. KG, Tel.: 0228 - 76 66 77 7.

Zusätzliche Information:

  • Verkaufsverpackungen aus Leichtstoffen werden im Rahmen der sogenannten dualen Systeme durch eine Fachentsorgungsfirma mittels der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack eingesammelt. Die Kosten für diese Systeme werden vom Hersteller der Verpackungen über den Produktpreis an die Verbraucher weitergegeben. So bezahlt jeder Verbraucher direkt beim Kauf von Einwegprodukten die Entsorgung. Mittlerweile gibt es mehrere duale Systeme. Bitte beachten Sie, dass eine Verkaufsverpackung nicht mehr mit einem Kennzeichen eines dualen Systems wie zum Beispiel dem bekannten "Grünen Punkt" versehen sein muss, da alle Hersteller von Verkaufsverpackungen, die in Haushalten (und an vergleichbaren Anfahrstellen) anfallen, an einem dualen System teilnehmen müssen. Nicht gekennzeichnete Verkaufsverpackungen gehören daher trotzdem in die Gelbe Tonne bzw. in den Gelben Sack.
  • Wichtiger Hinweis: Kennzeichen wie der "Grüne Punkt" sind keine Umweltzeichen! Sie geben lediglich Auskunft darüber, dass diese Verpackung dem Sammelsystem zugeführt werden kann. Es sagt nichts über Umweltverträglichkeit des Produktes oder des Verpackungsmaterials aus. So erhält zum Beispiel die Einweg-Getränkeverpackung (ohne Pfand) ein Kennzeichen, die Mehrweg-Pfandflasche, die ins Geschäft zurückgebracht wird und wieder befüllt werden kann, erhält dieses Kennzeichen hingegen nicht.