Ökologisches Handeln

Unser Abfallwirtschaftskonzept

Als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger hat die bonnorange AöR ein Abfallwirtschaftskonzept (AWIKO) für eine zukunftsfähige und nachhaltige Ausrichtung der Abfallwirtschaft in Bonn erarbeitet. Es berücksichtigt gesetzlicher Anforderungen, abfallwirtschaftlicher Herausforderungen sowie die Wirtschaftlichkeit. Den Rahmen für ein solches Konzept bilden in Nordrhein-Westfalen § 21 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG)  sowie das Landesabfallgesetz Nordrhein-Westfalen (LAbfG). Das aktuelle Abfallwirtschaftskonzept wurde im Jahr 2017 aufgestellt und wird alle 5 Jahre sowie bei wesentlichen Änderungen fortgeschrieben.

Grundlage ist die fünfstufige Abfallhierarchie aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, nach der insbesondere die Wiederverwendung sowie die im Vergleich zur energetischen Verwertung höherwertig eingestufte stoffliche Verwertung (Recycling) verstärkt umgesetzt werden sollen. Im Abfallwirtschaftskonzept wird auch die bisherige Entwicklung der Abfallwirtschaft anhand der Abfallmengen der Jahre 2007 bis 2016 dargestellt. Zudem wurden für die zukünftige Strategie zur weiteren Optimierung der Vermeidungs- und Verwertungsmaßnahmen Prüfaufträge und Maßnahmen erarbeitet. Diese dienen uns als Leitlinien für die nächsten Jahre.

Unser Engagement umfasst eine kompetente Abfallberatung für Privatpersonen, Gewerbebetriebe, pädagogische Einrichtungen und Organisationen. Unsere geschulten Fachberater*innen beantworten Ihre Fragen telefonisch, per Post und E-Mail. 

Wir möchten über Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Wiederverwendung aufklären und so zur Lösung der Problemstellungen der Abfallwirtschaft in Bonn beitragen. Deshalb beteiligt sich die bonnorange AöR an Veranstaltung wie der Europäischen Woche der Abfallvermeidung und richtet Events wie die Abfallsammelaktion „Bonn Picobello“ aus.

Unser Internetauftritt bietet darüber hinaus vielfältige und aktuelle Informationen, die rund um die Uhr abgerufen werden können. Wir informieren Sie zum Thema Nachhaltigkeit, mit „Bonn geht den Mehrweg“ werben wir für Alternativen zu Einwegverpackungen und erklären alle Maßnahmen für ein „Sauberes Bonn“. Auf Papier gibt es Informationen beispielsweise in unserem Abfallkalender, den wir jedes Jahr an mehr als 175.000 Haushalte verteilen und in vielen Info-Flyern, die in Bonn ausliegen, bei unserem Kundenservice angefragt und auch hier auf der Webseite themenspezifisch heruntergeladen werden können.

Die Bundesstadt Bonn hat das Ziel, bis spätestens 2035 klimaneutral zu werden. Diesem Ziel folgen wir mit unserer Unternehmensvision „Bonns Zukunft fortschrittlich und nachhaltig gestalten“ und gleichen unseren CO₂-Ausstoß durch die Unterstützung von drei hochwertige Klimaschutzmaßnahmen aus. Solange eine vollständige Umstellung unseres Fuhrparks auf alternative Antriebe noch nicht abgeschlossen werden konnte, werden wir auch in Zukunft die Treibhausgasemissionen im Bereich der Kraftstoffverbräuche unserer Fahrzeugflotte über Klimaschutzmaßnahmen ausgleichen. Für das Jahr 2020 wurde dies durch den Anbieter myclimate realisiert, der einen entsprechenden Klimaschutznachweis für bonnorange bereitstellt.

Zu den ausgewählten Maßnahmen gehört der Moorbodenschutz über die Renaturierung des Königsmoors in Schleswig-Holstein durch sogenannte „Moor Futures“. Denn Moorgebiete sind gigantische Kohlenstoffspeicher und können der Atmosphäre weltweit jährlich 150 bis 250 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid entziehen. Die weiteren unterstützten Maßnahmen sind ein Windpark-Projekt für erneuerbaren Strom in der Türkei sowie die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes zum Recycling von gebrauchten PET-Flaschen und anderen Plastikabfällen in Rumänien.