11.07.2018

Eine rundum saubere Sache: bonnorange nimmt erste Unterflurcontainer in Betrieb

v.l.n.r. Sven Behrendt, Containerfahrer bei der bonnorange AöR, Planerin Christiane Schmück, Kornelia Hülter, Vorständin der bonnorange AöRund Stephan Schmitz, Brings & Nettekoven GmbH, freuen sich über die Inbetriebnahme des ersten Unterflursammelsystems in der Bonner Celsiusstraße.

© bonnorange AöR

Sie sind schwarz, blau, gelb, braun und grün und schlucken all das, was wir für immer loswerden wollen. Doch wohin mit den vielen Mülltonnen, wenn der benötigte Platz fehlt? 

Die Lösung hierfür ist wahrlich unterirdisch. In der Bonner Celsiusstraße, in der gerade 59 Sozialwohnungen für Ältere und Pflegebedürftige sowie eine Tagespflegeeinrichtung fertiggestellt worden sind, hat die bonnorange AöR nun die ersten vier Unterflurcontainer in Betrieb genommen. Sie fassen mit ihren in die Erde eingelassenen Behältern bis zu fünf Kubikmeter Müll und ersetzen so pro Container rund 20 Hausmülltonnen à 240 Liter.

Äußerlich sind von ihnen nur die rund ein Meter hohen Einwurfsäulen zu sehen, sauber getrennt nach Hausmüll, Papier, Leichtverpackungen, und Bioabfällen. "Aufgrund der niedrigen Einwurfhöhe sind Unterflurcontainer leichter zu bedienen als herkömmliche Abfallbehälter und damit eine Hilfe auch für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen, erklärt Kornelia Hülter, Vorständin der bonnorange AöR.

Für die Bauträger ist vor allem der Platzgewinn durch den unterirdischen Einbau der großen Abfallbehälter interessant. "Bis zu zwei Drittel der bisher benötigten Stellfläche können nun als Grünfläche, Spiel- oder Parkplatz genutzt werden", freut sich Planerin Christiane Schmück. Vor allem das innerstädtische Bauland sei teuer und knapp, so dass hier jegliche Reduzierung der benötigten Stellflächen willkommen sei, so Schmück weiter.

So benötigt ein Unterflurbehälter von fünf Kubikmeter lediglich eine Fläche von rund zwei mal zwei Meter. Einen Platzbedarf von mehr als 10 Quadratmeter hingegen beanspruchen alleine vier große 1.100 Liter-Behälter für sich.

"Zu einem barrierefreien Gebäude gehören nun mal auch gut erreichbare Abfallbehälter, die unterirdisch verbaut auch mögliche unangenehme Gerüche von den Wohnungen fernhalten und damit zusätzlich die Wohn- und Lebensqualität steigern", ergänzt Hülter.

Die anfallenden Kosten für den Systemaufbau teilen sich Hauseigentümer und bonnorange. Während der kommunale Abfallentsorger den innenliegenden Container bezahlt, finanziert der Eigentümer den Betonbehälter und die erforderlichen Erd- und Aushubarbeiten.

Hülter: "Ob wir Unterflurcontainer, die im privaten Bereich in den Größen 2, 3, 4 und 5 cbm angeboten werden, verbauen können, muss im Einzelfall vor Ort geprüft werden. Interessenten können sich sehr gerne mit der Mailadresse unterflur@bonnorange.de an uns wenden."

Aktuell führe man Gespräche mit weiteren Bauträgern und Projektplanern, teils mit bis zu 500 Wohneinheiten, so die Vorständin von bonnorange.