Holzschutzmittel

Holzschutzmittel können umwelt- und gesundheitsgefährdende Wirkstoffe und Lösemittel enthalten. Nichtragende Holzteile im Innenbereich müssen nicht chemisch geschützt werden. Für die Oberflächenbehandlung von Holz gibt es eine Vielzahl von schadstoffarmen Produkten wie Öle, Lasuren (mit dem Umweltzeichen Blauer Engel) oder Wachse. Tragende Holzteile (z.B. Dachstühle, Decken, Balken und Fachwerk) müssen oft mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt werden, jedoch nur mit Produkten, die vom Bundesamt für Materialprüfung zugelassen sind. Bitte beachten Sie die jeweiligen Bauordnungen der Länder. Chemische Holzschutzmittel sollten nur von qualifiziertem Fachpersonal verwendet werden. Im privaten Bereich hat das Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. als Orientierungshilfe ein RAL-Gütezeichen für Holzschutzmittel vergeben. Lösemittelhaltige Präperate mit pilz- und insektentötender Wirkung sind besonders umwelt- und gesundheitsschädlich. So behandeltes Holz gast jahrelang giftige Stoffe aus. Im Außenbereich läßt sich der Einsatz solcher Mittel zum Teil schon durch konstruktive Maßnahmen vermeiden: z.B. mit Hilfe von Dachüberständen wird Feuchtigkeit vom Holz ferngehalten. Holzschutzmittel aus privaten Haushaltenkönnen als Schadstoff (gefährlicher Abfall) über die Wert- und Schadstoffsammelstellen entsorgt werden.

Entsorgungsmöglichkeiten für Gewerbebetriebe nennt Ihnen die Gewerbeabfallberatung, Telefon: 0228 - 77 36 60, 0228 - 77 23 14.