Altpapier

Das gehört zur Altpapiersammlung:

  • Verpackungen aus Papier und Pappe (z.B. Faltschachteln), Kartons,
  • Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte, Kataloge,
  • Schreib-, Kopier-, Computerpapier,
  • Bücher (feste Einbände bitte entfernen).

Das gehört nicht in die Altpapiersammlung:

  • Milch- und Safttüten (Gelbe Tonne/Gelber Sack)
  • Hygieneabfälle, Windeln (Restmüll)
  • Tapeten (Restmüll, brennbarer Abfall zur Selbstanlieferung)
  • Kohle- und Pauspapier (Restmüll)
  • beschichtetes Faxpapier (Restmüll)
  • Kassenbons (bestehen oft aus Thermopapier, das mit Bisphenol A beschichtet ist, daher zum Restmüll)
  • verschmutztes Papier (zum Beispiel Partyteller: Restmüll)
  • Aktenordner (Restmüll)
  • Pappreste von Feuerwerkskörpern

Entsorgung:

Seit der Einführung des Dualen Systems 1991 gibt es in Bonn verschiedene Möglichkeiten, in haushaltsüblichen Mengen an der Altpapiersammlung teilzunehmen:

Blaue Papiertonne

Die Blauen Papiertonnen werden flächendeckend (ohne zusätzliche Gebühren) angeboten. Bitte stellen Sie die Blaue Tonne am Abfuhrtag bis spätestens 6.30 Uhr an den Straßenrand (Abfuhrtermine)

Sollten Sie keinen Platz für Papiergefäße haben, können Sie Ihr Altpapier am Abfuhrtag der Blauen Tonne gebündelt, in Kartons oder Papiersäcken (nicht in Plastiktüten) gefüllt bis spätestens 6.30 Uhr am Straßenrand bereitstellen. Bitte beachten Sie, dass die maximale Kantenlänge der Kartons/Papiersäcke ein Meter und das zulässige Höchstgewicht pro Karton/Papiersack 15 kg (Kilogramm) betragen (gemäß Hebe- und Trageverordnung).

Neubestellung, Umbestellung, Abbestellung und weitere Infos siehe:

Bestellung von Abfall- und Wertstofftonnen

Altpapier gehört, auch wenn es den Grünen Punkt trägt, nicht in die Gelbe Tonne.
Das Altpapier wird in Bonn durch die bonnorange AöR eingesammelt.

Depotcontainer 

Fällt mehr Papier oder Pappe als gewöhnlich an, besteht die Möglichkeit, die im öffentlichen Straßenraum aufgestellten blauen Depotcontainer zu nutzen. Diese Container wurden in den Bonner Stadtplan eingebunden und sind nur für die Abgabe von haushaltsüblichen Mengen vorgesehen:

Standorte der Altpapier- und Altglascontainer

Altpapiercontainer für haushaltsübliche Mengen Altpapier und Kartonagen stehen auch bei den Wert- und Schadstoffsammelstellen

Für die Abgabe von größeren Mengen Altpapier aus Gewerbebetrieben gelten besondere Bestimmungen. Infos unter Telefon: 77 36 60 oder 77 23 14 

Tipp zur Abfallvermeidung und Verwertung:

Nutzen Sie auch die vielfältigen Möglichkeiten, Ihren Papierverbrauch zu senken: Zum Beispiel Rückseiten als Schmierpapier verwenden und auf überflüssige Papierprodukte (zum Beispiel Umverpackungen) verzichten! 

Sammeln allein genügt nicht! Unterstützen Sie die Wiederverwertung von Altpapier, indem Sie in möglichst vielen Bereichen Recycling- oder Umweltschutzpapier verwenden, z.B. als Hygienepapier, Schreibpapier, -hefte, Briefumschläge. 

Informationen zur Papierherstellung:

Hauptrohstoff für die Herstellung von Papier ist Zellstoff, der in einem energieaufwändigen Verfahren aus Holz gewonnen wird. Zur Produktion von einer Tonne Zellstoff werden ca. zwei Tonnen Holz benötigt. Unser enormer Verbrauch an Illustrierten, Zeitungen, Schreib-, Verpackungs- und Hygienepapieren kann nicht vollständig mit einheimischem Durchforstungsholz abgedeckt werden. Daher wird Zellstoff für die Papierproduktion auch aus anderen Ländern importiert, in denen das Holz dafür in Monokulturen produziert wird. Mittlerweile werden beim "Weißmachen" des Papiers hauptsächlich Bleichverfahren ohne Chlor eingesetzt, bei denen mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid gebleicht wird. Ob das Papier mit oder ohne Chlor gebleicht wird, wirkt sich auf den Holzverbrauch nicht aus.
Die Papierherstellung aus Altpapier ist umweltschonender als die Verwendung von Zellstoff als Rohstoff. Durch die Produktion von Papier aus Altpapier verringern sich der Frischwasserverbrauch, die Abwasserbelastung und der Energiebedarf. Sowohl Umweltschutzpapier als auch Recyclingpapier bestehen zu 100 % aus Altpapier. Der Unterschied ist das Herstellungsverfahren. Umweltschutzpapier, das unter bestimmten Markenzeichen erkennbar ist (zum Beispiel Vup, ap, ökopa ), ist umweltverträglicher, da es im Gegensatz zum Recyclingpapier nicht chemisch gebleicht wird und auch der Wasserverbrauch bei der Herstellung geringer ist. Recyclingpapier erkennen Sie am "Blauen Engel".